|
|
"Wie kamen Sie dazu, vom Schlager auf Jazz umzuwechseln?", wird Bill Ramsey immer noch häufig gefragt. Doch eigentlich ist diese Frage verkehrt gestellt. Bills Karriere begann in den 50ern als Jazzsänger, nachdem er in Frankfurt die US-Army verlassen hatte. Im dortigen Jazzkeller traf er seine ersten deutschen Freunde und musizierte begeistert mit ihnen. 1954 trat er als erster amerikanischer Jazzsänger beim deutschen Jazzfestival in Frankfurt auf und sang in Nürnberg beim German-American Jazzfestival zusammen mit dem Kurt Edelhagen Orchester. Bei diesen Anlässen lernte er die damaligen Jazz(!)-Interpreten Paul Kuhn, James Last, Ernst Mosch und viele andere heute in der Pop- und Volksmusik bekannten Musiker kennen. Und so muss die obige Frage richtig lauten: "Wie sind Sie vom Jazz zum Schlager gekommen?" Sein Freund und Produzent Heinz Gietz fragte Ende 1957: "ob er mal eine Platte machen möchte?" "Warum nicht!" "Willst Du Rock’n’Roll oder lieber was Lustiges singen?" Bill hat sich für etwas Lustiges entschieden. Der Rest ist bekannt: "Schokoladeneisverkäufer", "Souvenirs", "Zuckerpuppe", "Pigalle" oder "Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett" usw. Alle Produktionen waren lustige Kommentare zu Aktualitäten der Zeit. Seit einigen Jahren jedoch frönt Bill Ramsey wieder seiner alten Leidenschaft und ist ein mitreißender Interpret von Jazz- und Blues-Songs, die er mit seinem bekannten Humor präsentiert. Zuletzt 2001 konnten Sie sich bei unserem Jazz Band Ball davon überzeugen. 2008 ist Bill Ramsey wieder zu Gast, phantastisch begleitet und unterstützt vom Achim Kück Quartett. Für Bill Ramsey liefern die vier Musiker den swingenden Hintergrund, der seine Qualitäten als "Blues-Shouter" ebenso herausstellt wie seine Swing-Balladen gefühlvoll untermalt. (Info: Bill Ramsey - Management)
|